Am 7. Dezember 2013 fand der erste Workshop des Programms einBLICK 2013/2014 zum Thema „Interkulturelle Kompetenz“ für insgesamt 40 Realschülerinnen statt. Dabei sollten die Teilnehmerinnen spielerisch dazu angeregt werden, sich ihrer Eigenkultur und Differenzen zu Fremdkulturen bewusst zu werden.

Als Einstieg wurde ein buntes Plakat aus mitgebrachten Fotos und Zeitungsausschnitten erstellt, um den Begriff Interkulturelle Kompetenz aus Sicht der Mädchen zu definieren. Im Anschluss ging es darum, auf einem fiktiven internationalen Flughafen mittels einer kulturspezifischen Begrüßungszeremonie seinen Gast bzw. seine Gastgeberin zu finden – natürlich ohne dabei zu sprechen!

Nach einem Theorieblock über die Kulturdimensionen nach Hofstede konnten die Mädchen in der Pause Tees aus verschiedenen Ländern probieren, unter anderem indischen Chai und marokkanischen Minztee. Frisch gestärkt wurden dann spielerisch die drei Ebenen ermittelt, auf denen man sich unbekannten Dingen oder Menschen annähern kann – die objektive, die interpretierende und die emotionale Ebene. Dabei stellte sich heraus, dass die objektive Ebene oft übersprungen wird und dadurch schnell Vorurteile entstehen können.

Im Spiel „Schritt nach vorn“ bekamen die Teilnehmerinnen die Gelegenheit, sich in verschiedene Rollen hineinzuversetzen und dabei die oft ungleiche Chancenverteilung zwischen unterschiedlichen Rollen selbst zu erfahren. Das letzte Spiel, in dem die Teilnehmerinnen eine Mandarine zugeteilt bekamen und diese dann in einem großen Haufen Mandarinen wiederfinden sollten, veranschaulichte, dass oft erst ein zweiter, genauerer Blick die wesentlichen Charakteristika offenbart.

Abschließend bekamen die Mädchen die Möglichkeit, sich mit verschiedenen internationalen Gästen auszutauschen. Die Gäste kamen aus Chile, Ecuador, Polen, Russland und Indien und brachten viele Geschichten, Bilder, Musik und Süßigkeiten aus ihren Heimatländern mit. Dieser direkte Einblick in eine fremde Kultur kam bei den Teilnehmerinnen sehr gut an und es entwickelten sich angeregte Gespräche, teilweise auch auf Englisch.

Der Workshop machte sowohl den Teilnehmerinnen als auch den Workshopleiterinnen sehr viel Spaß und das Feedback fiel sehr positiv aus.

Dieses Projekt wurde gefördert durch die Stiftung Bildungspakt Bayern.

Stimmen der Teilnehmerinnen:

•   „Ich stecke Menschen nicht mehr so schnell in eine Schublade.“

•   „Man sieht andere Kulturen und Sitten nun ganz anders und geht anders mit ihnen um.“

•   „Ich würde jetzt gerne nach Indien reisen!“

•   „Ich denke, ich habe einen offeneren Blick bekommen für andere Dinge und Personen.“

Wir trafen uns am 27.07.2013 um 08.15 Uhr in der Früh am Hauptbahnhof München, um ins Altmühlthal aufzubrechen. Ausgerüstet mit reichlich Sonnencreme, Sonnenhüten und ausreichend Wasser starteten wir, 16 gutgelaunte SDWler, unseren Ausflug gen Norden nach Mittelfranken. Noch war die Hitze erträglich. Nach 2 stündiger Bahnfahrt erreichten wir unser Ziel und nach kurzer Trinkpause (inzwischen waren die 30° Celsius überschritten) marschierten wir zum Bootsverleih. Dort wartete man bereits auf uns und stellte uns 2er und 3er Kanus zur Verfügung. Ohne lange zu Zögern bestiegen wir die Boote, die uns in den nächsten Stunden noch viel Freude bereiteten.

Bereits nach kurzer Zeit war die zunächst sehr idyllische Fahrt vorbei und der Krieg zwischen den Booten begann: Nur wer glaubhaft behaupten konnte, eine der beiden Kameras an Bord zu haben, blieb trocken – über alle anderen ergossen sich Wasserfontänen. Mittags kehrten wir an einem Rastplatz ein, zu dem bereits mit dem Auto alle nötigen Utensilien für ein perfektes Mittagessen einschließlich Grill gebracht wurden. Doch bevor wir uns den Leckereien widmeten, hatten wir noch die Gelegenheit mit der Bootsrutsche zu fahren – für den Fall, dass ein Teilnehmer bis dahin noch nicht völlig durchnässt war, war dies spätestens zu diesem Zeitpunkt der Fall. Nach dem Essen vollendeten wir die Tour, wobei nicht alle von uns in Booten beim Bootsverleiher wieder ankamen – einige erreichten das Ziel schwimmend. Anschließend bezogen wir unsere Herberge im benachbarten Dorf und wechselten die vollkommen durchnässten Klamotten. Wenige Minuten später machten wir uns dann auf zum Abendessen, dass wir im Dorfgasthof einnahmen. Viel zu spät fielen wir dann alle todmüde ins Bett. Nach dem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen fuhren wir alle gutgelaunt und vollends zufrieden mit der Regionalbahn nach München zurück. Es war ein durch und durch gelungener Ausflug! Kein Wunder also, dass es sich als feste Institution der Münchner SDW Gruppe etabliert hat.

Bei der fünften Auflage der gemeinsamen Diskussionsveranstaltung der Stipendiatengruppe München mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) drehte sich alles um das Thema „Risiken der Energiewende“. Als Referent konnte mit Stefan Albat (stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik, vbw) ein Experte auf diesem Gebiet gewonnen werden.

In einem anschaulichen Vortrag referierte Herr Albat unter anderem über die Zusammensetzung der aktuellen Bruttostromerzeugung nach Energieträgern und wie sich diese verändern wird. Im Folgenden erläuterte Herr Albat, welche Maßnahmen für die Sicherstellung der bayerischen Energieversorgung notwendig sind und welche gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen dies aufwirft. Im Anschluss bot sich den Teilnehmern viel Raum für eigene Fragen und Anregungen. Zudem stellte sich der Referent auch einer Diskussion über kontroverse Aspekte, wie eine Zukunft ohne Kohlekraft oder die Geschwindigkeit der Energiewende.

Beim anschließenden Empfang konnten die Teilnehmer ihre Ideen zu dem Thema untereinander austauschen. Unser besonderer Dank richtet sich einmal mehr an Herrn Kühnel von der vbw, der uns die Austragung der Veranstaltung im Haus der Bayerischen Wirtschaft ermöglicht hat.

Auf dem Hüttenwochenende in Mittenwald

 

Am 12. Januar ging es für 15 SDWler der Münchner Gruppe aufs traditionelle Hüttenwochenende in die Alpen. Nach der knapp zweistündigen Zugfahrt nach Mittenwald (inklusive der rituellen Einführung der „Neuen“ in jahrhundertealte münchnerische SDW-Bräuche) ging es dann auch direkt und völlig ohne Umwege oder Orientierungsprobleme bergauf (war ja zum Glück für viele nicht das erste Mal). Der anfängliche Placebo-Schnee entwickelte sich zunehmend zu einer „Gut-dass-ich-meine-Schneehose-dabei-hab“-Schicht und nach gut drei Stunden wunderschöner Schneewanderung erreichten wir schließlich die Brunnsteinhütte auf knapp 1.600m Höhe.
Dort wurde dann erstmal ausgiebigst Brotzeit gemacht, in deren Verlauf wir immer mehr der Wärme des Kachelofens und den kulinarischen Verführungen der Küche erlagen.

Im weiteren Verlauf des Nachmittags und Abends gab es in geselliger Runde dann ausgiebig Möglichkeit, sich gegenseitig besser oder überhaupt erstmals kennen zu lernen, das Trendgetränk 2013, warme Hollerschorle, zu genießen und einfach eine super Zeit miteinander zu haben. Nach der für Manche doch etwas zu kurzen Nacht hatten wir dann am nächsten Morgen ein richtig leckeres Frühstück (wie überhaupt alles auf der Hütte!) und anschließend ging es auch schon wieder mit Sonnenschein und wunderbarem Ausblick ins Tal zurück. Unbehelligt von wilden Gemsen, mit denen der Hüttenhund am Vortag wohl schon Freundschaft geschlossen hatte, fuhren wir nach der Rückwanderung müde aber begeistert wieder zurück nach München. Wer nicht dabei war, hat definitiv was verpasst!

Was macht Privatschulen erfolgreich? Sind es besonders gute Verhältnisse bei der Betreuung, über die Maßen motivierte Lehrer oder spezielle Angebote? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine der drei Initiativgruppen der Stipendiatengruppe München im vergangenen Semester. Jeweils einige Studenten besuchten Münchner Privatschulen, redeten mit Schülern, Eltern, Lehrern und Schulleitungen und stellten die Schulen dann im Plenum vor. Hier wurde eifrig diskutiert, kategorisiert und wurden Thesen aufgestellt, die an den Beispielen überprüft wurden. Als Ergebnis lässt sich festhalten: Die vielen Privatschulen lassen sich in wenige Kategorien einteilen, die sich durch spezifische Merkmale wie ein zentrales pädagogisches Konzept, besondere Leistungsorientierung, intensive Förderung des einzelnen Schülers oder wertorientierte Erziehung auszeichnen. Diese Merkmale verleihen Privatschulen ein klares Profil und das scheint ein wichtiger Vorteil im Wettbewerb mit anderen Schulen zu sein. Auf die Frage, was Privatschulen erfolgreich macht, dürfte dieser Aspekt zumindest  e i n e  Antwort sein.