München - „Die Zukunft zu erforschen ist wie Autofahren. Es ist dabei ganz nützlich zuerst einmal in den Rückspiegel zu sehen, bevor man sich auf den Weg macht“, so leitete Dr. Ulrich Eberl (Leiter der globalen Innovationskommunikation der Siemens AG) den traditionellen Gesprächsabend der sdw München im Haus der Bayerischen Wirtschaft am 3. November 2014 ein. Von den unerfüllten Träumen der 1960er, im Jahr 2010 mit Lufttaxis zu reisen führte Dr. Eberl 25 Stipendiaten und Alumni der Münchner Regionalgruppe durch den Abend, der regelmäßig in Kooperation mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft organisiert wird, zu den Visionen für unser Arbeits- und Gesellschaftsleben in 36 Jahren.

Zusammen diskutierte die Gruppe praktisch unumkehrbare Megatrends, die unsere Zukunft sicher beeinflussen werden – wie zum Beispiel der demografische Wandel, Bevölkerungswachstum, Verstädterung. Besonders interessant war dabei die Perspektive, dass die Weichen für 2050 bereits heute gestellt werden: Kinder, die heute geboren werden und aufwachsen, Häuser, die gebaut werden, Kraftwerke, die mit einer Laufzeit von geplanten 40-60 Jahren in Betrieb genommen werden. Mit Verweis auf die Kondratjew-Zyklen der Wirtschaftsentwicklung beschrieb Eberl, wie sich die Gesellschaft vom aktuellen Fokus auf Globalisierung und Informations-/Kommunikationstechnologien wegbewegen, diese Innovationen als selbstverständlich erachten, und sich Themen wie dem Umweltschutz, ganzheitlicher Gesundheit und Bio-/Medizintechnik zuwenden wird. „In den Umwelttechnologien ist Deutschland mit einem Anteil von 16% weltweit Marktführer“, sagt Eberl, „dieser Paradigmenwechsel bedeutet also gute Nachrichten für uns als Volkswirtschaft. Nachdem Bildung unser wichtigster nachwachsender Rohstoff ist, müssen wir dafür sorgen, dass wir besonders in diesen Zukunftsbereichen gut aufgestellt sind.“

Von autonomen Autos über Roboter mit Emotionen und Joystick-gesteuerter Medizintechnik, eines wurde in diesem interessanten und facettenreichen Vortrag klar: die Innovationen der Zukunft scheitern in der Gegenwart in den seltensten Fällen an der Technologie. Viel mehr spielen psychologische Akzeptanz, die Rechtslage und ökonomische Überlegungen eine fundamentale Rolle in diesem Prozess. Auch die fliegenden Autos aus den Zukunftsvisionen der 1960er Jahre könnten schon seit mehreren Jahren fliegen – wenn nur zuvor nicht so viel anderes zu klären wäre.

 

München, 27.06.2014 um 7.44 Uhr – zu dieser ungewohnt frühen Urzeit versammelte sich eine kleine Truppe der Münchener sdw am Münchener Hauptbahnhof, um gemeinsam nach Bad Kötzting zum alljährlichen Kanuwochenende aufzubrechen. Nachdem wir nach einer kurzweiligen langen Fahrt und einigen Zugwechseln (Regionalbahn, Vogtlandbahn und Oberpfalzbahn) Blaibach in der Oberpfalz erreicht haben, wurden wir dort bereits von den Campingplatzbesitzern empfangen und zum 300m entfernten Campingplatz gefahren.

Anschließend sind wir sofort aufgebrochen, um in Viechtach unsere Kanutour zu beginnen, wo wir dann auch noch Verstärkung von unserer letzten Nachzüglerin A.K. bekommen haben. Entgegen miserabler Wettervorhersagen war das Wetter hervorragend und es dauerte nicht lange, bis L.P. sich dazu entschloss, über Bord zu gehen. Doch letzten Endes blieb niemand vom Wasser verschont und bis zu unserer ersten Kanu-Pause waren wir alle gut nass.

Nachdem jeder Kaltgetränke zu sich genommen hatte, ging es auch auf dem letzten Abschnitt munter weiter, bis wir nach insgesamt 4 Stunden Fahrt den Campingplatz erreichten.

Ein Teil der Truppe übernahm die verantwortungsvolle Aufgabe, den Getränkevorrat für den Abend zu sichern, während der Rest sich noch beim Volleyball oder Schwimmen verausgabte.

Der Rest des Abends ging mit Grillen und darauffolgenden gemütlichen Beisammen sein vorüber.

 

Blaibach, 28.06.2014 um 8.45 Uhr – L.P. trommelt die noch verbliebenen Kanufahrer zum Frühstück zusammen, mit mäßiger Begeisterung der Geweckten.

Leider musste man feststellen, dass der Wetterbericht nicht immer irrt und wie vorhergesagt der Sonntag eher verregnet war. Dies hielt uns aber nicht davon ab, uns wieder in die Fluten des Regens zu stürzen (in allen möglichen Interpretationen). Trotz der widrigen Wetterverhältnisse, schwachen bis mittelschwachen Strömungen, massiver Gesteinsbrocken und trügerischen Kiesbänken wurde die Strecke von allen meisterhaft bewältigt.

Zur Mittagszeit erreichten wir dann unseren Zielort Chamerau. Es versteht sich von selbst, dass auch dieses Mal niemand trocken blieb (allerdings wetterbedingt). Der krönende Abschluss eines unvergesslichen Wochenendes war eine warme Gaststube in warmen, trockenen Klamotten. Man munkelt, dass auch das Essen sehr gut war, zu besten Nicht-Münchener-Preisen.

 

Gruppenfoto auf dem Gipfel des Bodenschneids

Vom 11. auf den 12. Januar fand das Hütten- und Wanderwochenende der sdw München statt, welches traditionell von den neuaufgenommenen Mitgliedern organisiert wird. Das Ziel der 19 Stipendiaten: Die Bodenschneidhaus am Schliersee (1365m Höhenmeter).

Mit der BOB angereist, war die Freude am Bahnhof Fischhausen-Neuhaus groß - anders als in München lag hier endlich Schnee! Vollbepackt machten wir uns auf den Weg Richtung Hütte, auf der wir nach eineinhalb Stunden mit großartigen Wiener Schnitzeln empfangen wurden.

Nach kurzer Kräftigung und Ablegen des Gepäcks stand schon das nächste Ziel fest, der Gipfel des Bodenschneids. Hier wurde der Schnee aber langsam zum Hindernis. Denn mit 30 bis 60cm Tiefe war Einsinken und Abrutschen so gut wie vorprogrammiert. Überraschend für uns, denn die Wirtin hatte noch beim Mittagessen darüber geklagt, wie wenig Schnee doch läge. Schließlich erreichten wir aber doch alle das Gipfelkreuz und hatten von dort aus einen malerischen Ausblick auf die drei Seen der Umgebung: Schliersee, Spitzingsee und Tegernsee.

Der Abstieg erwies sich als deutlich kürzer, aber auch deutlich rutschiger. Das machte sich die eine Hälfte zu Nutze - eine Plastiktüte wurde der Start einer Stipendiaten-Rodel-Kette Dabei begegnete uns ein unbeirrbares Mountainbiker-Pärchen, das seine Fahrräder über den Berg trug und im Schnee etwas fehlplatziert aussah.

Nachdem wir alle erschöpft, aber zufrieden, wieder zur Hütte zurück gekehrt waren, begann nach dem Abendessen der entspannende Teil des Tages. Mit Gesellschaftsspielen und langen, teils schon philosophischen Gesprächen ging die Zeit bis zur Hüttenruhe viel zu schnell vorüber.

Andererseits war Schlaf bitter nötig - denn am nächsten Tag hatten wir noch einiges vor. Nach dem Frühstück brachen wir in Richtung „Obere Firstalm“ auf, von der aus eine Rodelstrecke zum Spitzingsee starten sollte. Kaum auf der Alm angekommen, wurde uns die schlechte Botschaft eröffnet: Die Rodelbedingungen seien zu schlecht, statt Schnee würde, wenn überhaupt, Eis liegen. Aus unserer Schlittenfahrt wurde dadurch ein weiterer Fußmarsch, was die gute Laune unserer Gruppe aber nicht im Mindesten schmälerte. Nach kurzem Aufenthalt am Spitzingsee machten wir uns wieder auf die Rückfahrt nach München.

Insgesamt ein sehr gelungener und schöner Ausflug, bei dem wir das Wintergefühl, das in München vollkommen gefehlt hatte, ein wenig nachholen konnten! Für nächstes Jahr werden bereits Pläne geschmiedet!

SDW BMW Führung 2013

Am 11.12.13 trafen sich 15 Stipendiaten & Alumni aus verschiedenen Regionalgruppen in München zu einer mehrstündigen Premium-Tour durch das BMW-Museum, die BMW-Welt sowie als Highlight durch einige Fertigungsstationen in der Produktion.

Zuerst begaben wir uns auf eine Zeitreise in die Vergangenheit und wurden im Museum von der Entwicklung der ersten Flugzeugmotoren Anfang des 20. Jahrhunderts über Motorräder in der Nachkriegszeit bis hin in die Zukunft mit spannenden Designentwürfen und Prototypen geführt. Nach einem kurzen Abstecher durch die aktuell stattfindende Rolls-Royce Ausstellung kamen wir in das Presswerk, in dem aus Blechrollen die verschiedensten Teile der Karosserie gestanzt, gepresst und verfeinert werden. Anschließend konnten wir im Karosseriebau mitverfolgen, wie aus den Einzelteilen Schritt für Schritt der Gesamtaufbau eines Autos entsteht und wie dieser danach in der Montage mit seinem Innenleben gefüllt wird. Schließlich ging es noch durch die vollautomatische Lackiererei und abschließend durch die BMW-Welt, wo wir neben den aktuellen Highlights der Modellpalette sogar schon den zukünftigen i8 bewundern konnten.

Insgesamt genossen wir eine sehr informative, kurzweilige und spannende Führung, die nicht nur für die Technikbegeisterten und BMW-Fans unter uns viel zu bieten hatte.

Nach unserem Gruppentreffen Mitte Oktober kam die Idee auf, eine sdw-Improgruppe in München zu gründen. Am 20.11.2013 trafen sich 7 motivierte Stipendiaten und Stipendiatinnen, um von der Theaterlehrerin Corinna Konstas erste Ideen und Anregungen über Impro-Theater zu bekommen. Corinna Konstas spielte viele Jahre selbst Theater und gibt zur Zeit in der Oberstufe des Gymnasiums in Schongau auch Theaterunterricht.

Nach einer kurzen Kennenlernrunde starteten wir mit kleinen Aufwärmspielchen, um uns warm zumachen und locker zu werden. Anschließend fingen wir an, an kleinen Szenen zu arbeiten. Die Kunst dabei ist, dass man kein vorgegebenen Text hat, sondern nur die vom Publikum vorgegebenen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel: Gefühle, Genre, Beziehung der handelnden Personen untereinander oder der Ort. Über den Abend hinweg entstanden viele tolle Szenen und Ideen.

Es war ein wirklich schöner und sehr lustiger Abend, sodass wir uns im neuen Jahr bestimmt wieder treffen werden!