An der Veranstaltung zum Thema "Europa ohne die EU - Mehr Fluch als Segen für die Wirtschaft" am 5. Dezember nahmen rund 30 Stipendiaten der Münchener Gruppe teil. Besonders spannend war dieser Vortrag angesichts der am Wochenende vorausgegangen Abstimmungen in Europa: Die Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich und das Referendum über die Verfassungsreform in Italien. Diese und andere Abstimmungen haben gezeigt, dass ein vereintes Europa keine Selbstverständlichkeit darstellt und es Widerstand in der europäischen Bevölkerung gibt. Wieso brauchen wir Europa? Weshalb fühlen sich viele Bürger nicht mit Europa verbunden? Was ist die Zukunft der EU? Diese und viele weitere Fragen wurden im Laufe des Abends gestellt, beantwortet und diskutiert. 

Die Vereinigung der bayrischen Wirtschaft (vbw) ist die freiwillige, branchenübergreifende und zentrale Interessenvereinigung der bayerischen Wirtschaft und vertritt 131 bayerische Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände sowie 41 Einzelunternehmen.

Gruppenfoto vbw Abend 16

Gruppenfoto Multiplikatorenseminar

Warum nicht andere Regionalgruppen von unseren Erfahrungen profitieren lassen und zugleich unsere soziale Projektidee weiter verbreiten – das war die Überlegung für unser Multiplikatorenseminar. Die sdw Regionalgruppe München bietet seit sechs Jahren sehr erfolgreich die Workshop Reihe „einBLICK“ für Schülerinnen an, die Einblicke in gesellschaftlich relevante Themen gibt und zu einem Blick über den eigenen Tellerrand einladen will.

Am Freitagabend haben wir die neun Seminarteilnehmer*innen an unser Projekt herangeführt – von der Projektidee über Fragen der Finanzierung und der Suche nach Partnerschulen über die konkrete Planung und Abläufe bishin zu Anwendungs- und Ausrichtungsalternativen. Am Samstagnachmittag hielten unsere neun Teilnehmer*innen dann auch gleich den ersten Workshop für unsere aktuellen 20 Schülerinnen, Teilnehmer*innen des diesjährigen Projektdurchlaufes. Zum Thema „Zivilcourage“ hatten sie sich am Vormittag Ideen und Methoden erarbeitet, die am Nachmittag nun mit den Schülerinnen durchgeführt wurden. Sowohl die Schülerinnen als auch die Seminarteilnehmer*innen und wir von der sdw München waren begeistert vom Resultat. Nach diesem sehr erfolgreichen Tag verbrachten wir den Abend auf den Münchner Weihnachtsmärkten. Am Samstag schließlich wurden sowohl das Projekt an sich als auch der Ablauf des Workshops und des Seminars ausgiebig reflektiert und Möglichkeiten der Umsetzung in den anderen Seminargruppen besprochen.

All das fand in der gewohnten sdw Atmosphäre statt – herzlich, sachlich, unkompliziert und engagiert.

Gruppenfoto einBlick 2015/16

Mit dem neuen Schuljahr startet auch das Projekt einBLICK in eine neue Runde. Dazu laden wir alle Schülerinnen der neunten Klassen unserer beiden kooperierenden Schulen, der Theresia-Gerhardinger-Mächenrealschule und der Mädchenrealschule Maria Ward herzlich ein.

Alle genauen Informationen zum Ablauf des Projektes werden Mitte Oktober in den entsprechenden Klassen ausgegeben. Hier aber noch einmal die Idee des Projektes und dessen Zielsetzung.

Kurzbeschreibung Projekt "einBlick"

Ziel des Projektes ist es, unter Jugendlichen ein Bewusstsein dafür schaffen, wie sie selbst unsere Gesellschaft beeinflussen und prägen können. Das Projekt hat den Anspruch, zu gesellschaftlicher Partizipation zu motivieren, Interesse für Politik, Gesellschaft und Kultur zu wecken, zu eigenverantwortlichem Denken und Handeln anzuregen, sowie Allgemeinbildung zu fördern. Es ist als fünfteilige Veranstaltungsreihe mit dem Titel "einBLICK - Workshopreihe zur Förderung gesellschaftlicher Kompetenz von Jugendlichen" gestaltet.

Jeder Workshop widmet sich einem eigenen Themenkomplex. Die fünf Workshops widmen sich folgenden Themen:

  • Nachhaltigkeit 
  • Politik 
  • Lebensmittel (vor 2014/15: "Kunst")
  • Interkulturelle Kompetenz 
  • Medienkompetenz

Alle Workshops wurden von den Stipendiatinnen in 2er Teams selbst konzipiert und jeweils ganztägig an einem Samstag umgesetzt.

Mehr Informationen zu einBLICK

Was ist eigentlich ein Pfandbrief, wie setzt er sich zusammen und warum ist der letzte Ausfall eines solchen Kreditinstruments schon über 100 Jahre her?

In einer Welt, in der man mit dem klassischen Kreditgeschäft vor allem Komplexität in der Strukturierung von Produkten und seit der subprime Krise 2007 auch ein erhöhtes Ausfallrisiko scheinbar sicherer Geldanlagen verbindet, ist es umso interessanter, eine Finanzierungsform kennenzulernen, die in Deutschland bereits seit 1769 stabil existiert.  

All diese Fragen wurden der Münchner Stipendiatengruppe der SDW im Februar in einem sehr anschaulichen und lebendigen Vortrag des pbb CEOs Andreas Arndt beantwortet.

Nach seinem Karrierestart bei der Deutschen Bank in Hamburg führte ihn seine berufliche Laufbahn über eine kurze Zeit als Geschäftsführer eines Maschinenbauers in Hildesheim zurück zur Deutsche Bank und daraufhin nach München zur Roland Berger in die Strategieberatung. Nach einem kurzen Zeitraum in Wien bei der BAWAG fing er bei der deutschen Pfandbriefbank an, die damals noch als ein Teil der Hypo Real Estate AG firmierte. Seit Oktober 2014 ist er nun als CFO Co-Vorsitzender des Vorstands.

Während seines Vortrages gab er uns eine generelle Einführung in die Welt des Kreditgeschäfts und erklärte uns danach verschiedene Arten von Finanzierungsinstrumenten. Besonders genau ging er auf die Thematik der Deckungsmasse ein, in denen sich Pfandbriefe stark von anderen Finanzierungstiteln unterscheiden. Pfandbriefe zeichnen sich durch extrem wertstabile Hinterlegungen aus,  was der ausschlaggebende Grund für ihre quasi nicht existente Ausfallwahrscheinlichkeit ist.

Nach seinem auch für den Laien verständlichen und sehr anschaulich gestaltetem Vortrag, stellte sich Herr Arndt noch geduldig den Fragen der Münchner SDW Stipendiatinnen und Stipendiaten. Abschließend ließen wir den Abend gemeinsam bei einem urbayrischen Kaltgetränk ausklingen, was Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und spezifischeren Fragen ließ.

Insgesamt war es ein sehr gelungener Abend, der dem einen oder anderen vielleicht doch noch einmal eine andere Sichtweise auf das Phänomen Schuldverschreibungen gegeben hat.

Gruppenfoto der Hüttenwochenend-Teilnehmer

Auch in diesem Jahr trafen sich 22 wanderbegeisterte Stipendiaten und Alumni, um das Winterwetter zu nutzen und dieses Mal eine Nacht auf der Hörnlehütte in Bad Kohlgrub zu verbringen. Nachdem wir im Tal Schlitten ausgeliehen hatten, machten wir uns auf den Weg zur Hütte. Der Aufstieg war durch die Schneeverhältnisse und unsere Schlitten mühsamer als gedacht, aber nach knapp drei Stunden erreichten alle erfolgreich, gelegentlich gestärkt durch Enzianschnaps, die Hütte.

Während sich die meisten dann dazu entschieden, die lokalen Angebote der Hütte zu nutzen, hatte etwa ein Drittel der Teilnehmer noch überschüssige Energie und machte sich auf den Weg, die Schlitten ausgiebig zu testen. Bei Hügeln mit Tiefschnee artete das eher in Schnee-Baden als in Rodeln aus - aber beim Test der ersten paar hundert Meter der Rodelstrecke, die direkt von der Hütte ins Tal führt, erlebten wir perfekte Bedingungen.

Der Abend wurde dann bei leckerem Essen und anschließend bei Gesellschaftsspielen („Ich hab noch nie“, Ligretto,…) und ein paar Bier & Jagertee ausgeklungen. Die Wirte ließen sich bei der Durchsetzung der Hüttenruhe netterweise etwas Zeit, gegen 23 Uhr mussten wir dann schließlich in unser Matratzenlager weichen und Ruhe bewahren.

Am nächsten Morgen nutzten wir nach einem gemütlichen Frühstuck die Rodelbahn, um fast den gesamten Abstieg rodelnd zurück zu legen - bei den immer noch perfekten Bedingungen ein riesiger Spaß!

Das Hüttenwochenende war wieder einmal ein voller Erfolg! :-)